Motion #3612
closedRituelle Beschneidung von Knaben konsequent in der Schweiz verbieten
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Description
Nachdem die "Beschneidung" von Frauen schon länger internationale Kritik erfährt, hat das Landgericht Köln nun mit der Bewertung der religiösen Beschneidung von Knaben als Straftat eine Debatte losgetreten, in der wir uns positionieren sollten.
Die Deutschen Piraten sind grundsätzlich auch der Ansicht, dass hier die Körperliche Unversehrtheit des Kindes der Religionsfreiheit der Eltern vorzuziehen ist. Leider wird die Debatte in Deutschland noch sehr schleppend geführt. So wird beispielsweise vergessen, dass nicht nur die körperliche Unversehrtheit des Kindes sondern auch seine eigene Religionsfreiheit durch die religiöse Beschneidung im Kindesalter untergraben wird; ein Verbot der rituellen Beschneidung im Kindesalter ist also auch ein PRO für die Religionsfreiheit des Kindes.
Die Deutschen Piraten weisen auch darauf hin, dass ein Verbot von religiöser Baby- oder Knabenbeschneidungen als Ausländerdiskrminierung verstanden werden kann. Ich habe hier diesen Erfahrungsbericht http://mogis-und-freunde.de/blog/offener-brief-eines-betroffenen-an-den-deutschen-kinderschutzbund/ indem sehr eindrücklich geschildert wird, dass gerade die Beschneidung zu einer Diskrminierung führen kann; entweder aufgrund von persönlicher Scham oder vielleicht sogar durch Sexualpartner.
Ich würde mich freuen, wenn die PPS breit in diese Diskussion hineinprescht und eine Medienmitteilung dazu verfassen würde. Bevor ich es aber auf nationaler Ebene zur Debatte bringen will, möchte ich zuerst in der Sektion rumfragen, wie ihr das so seht: Mit Sicherheit polarisieren wir mit diesem Statement; andererseits können wir auch klar zu verstehen geben, dass jeder Muslim oder Jude im religionsmündigen Alter das Recht hat, sich aus religiösen Gründen beschneiden zu lassen. Bei Beschneidungen aus "medizinischen" Gründen (also bei einer Phimose) sollte grossen Wert auf eine gute Aufklärung seitens der Ärzte gesetzt werden, denn eine Phimose kann auch nach Erreichen des 18. Lebensjahres durch eine Erweiterung der Harnröhre ohne eine Beschneidung im Kindesalter behandelt werden. Es bedeutet zwar, dass der Knabe möglicherweise öfter an Blasenentzündung leidet als seine Altersgenossen, jedoch ist sichergestellt, dass sein Penis sexuell voll funktionsfähig bleibt; diese Garantie kann man bei einer Beschneidung prinzipiell nicht geben.
Wie seht ihr das so? Ist das Thema "zu genital" ? ;)
Updated by sinnfrei about 11 years ago
Hier noch der Link zur Debatte der Deutschen Piraten, welche mit einem "Moratorium" liebäugeln: https://lqfb.piratenpartei.de/lf/initiative/show/4385.html
Updated by dataCore about 11 years ago
Absolut wichtiges Thema welches ich Persönlich auch Unterstütze! Die Politik muss (besonders für die Ärzteschaft) hier klar ein Entscheid fällen!
Ich empfehle, dieses Thema im Piratenforum PPS zu eröffnen (soweit ich sehe, gitbs diesbezüglich noch keine Diskussion) um im Anschluss eine Position zu fällen
Updated by sinnfrei about 11 years ago
ach ja stimmt, eines Tages werd ichs dann raffen wie der Workflow geht :P
Updated by sinnfrei about 11 years ago
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